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Übersicht:
Funktion:
Über
die Dekoder werden zu
schaltende
Verbraucher wie etwa Weichen, Signale oder Lampen bedient. Pro Dekoder
lassen sich 8 Einzelausgänge oder maximal 4 Weichen schalten. Die
Versorgungsspannung für den TTL-Teil wird auf jeder Dekoderplatine
separat erzeugt. Die Funktionen des FET-Dekoders sind mit denen des ULN
Dekoders identisch. Daher gilt die Beschreibung zur Konfiguration des
Dekoders für beide Dekodertypen.
Im Gegensatz zum FET Dekoder wird beim
ULN-Dekoder als
Ausgangstreiber ein ULN2803 eingesetzt. Dies ist ein 18poliges IC
in dem sich 8 Darlington Treiber befinden. Jeder Treiber hat auch schon
eine Freilaufdiode, um auch induktive Lasten (Weichenspulenantriebe) zu
schalten. Der Baustein kostet ca. Euro 0.42 und ist damit um einiges
billiger
als die MOS-FETs.
Allerdings ist der Schaltstrom auf 500mA pro ULN-Ausgang, bzw auf
<1A für den gesamten Baustein beschränkt. Da immer zwei
Ausgänge des ULN-Bausteins auf dem Dekoder zusammengeschaltet
sind, erhöht sich der Schaltstrom auf 1A.
Die folgenden Abbildungen zeigen den
Aufbau des PM_DEC8 einmal in der SMD-MOSFET und in der ULN Variante.

Bestückungsseite des PM_DEC8 (Variante: MOSFET)

Lötseite des PM_DEC8 (Variante: MOSFET)

Bestückungsseite des PM_DEC8 (Variante: ULN)

Lötseite des PM_DEC8 (Variante: ULN)
Highlights
des Dekoders sind:
- alle Ausgänge können auf
der
Platine
bereits mit Freilaufdioden versehen werden
- Ausgangsstrom: zusammen 1.5 A
(begrenzt durch
den Brückengleichrichter bei Versorgung über die
Dekoderplatine)
- geschaltet wird über MOSFETs
(Schaltstrom/Spannung
> gut und böse) oder bei kleineren Listungen über
ULN-Darlingtontreiber
- Ausgänge frei programmierbar:
- Ausgang kann von selbst
wieder ausschalten
- kann
wechselseitig
blinken
- während des Ein-Zustandes kann
der Ausgang pulsen
- Abschaltzeitpunkt für jedes
Ausgangspaar
frei wählbar
- Blinkfrequenz für jedes
Ausgangspaar
frei wählbar
- einfache rot/gruen Lichtsignale
lassen sich
direkt vom Dekoder ansprechen
- Alle Parameter (auch die Adresse)
werden über das MoBaSbS-Konfigurationstool
eingestellt.
Info zum
Blinken (Anwendungsfälle):
Zum
Beispiel wäre es denkbar 2 oder 3
Ausgangspaare
eines Dekoders auf "Blinken" zu programmieren und damit z.B. das
Baulicht
einer Feuerwehr, eines Polizeiautos und eines Krankenwagens
anzusteuern.
Werden dann die Blinkfrequenzen leicht unterschiedlich gewählt und
die Dekoderpaare auf die Fahrzeuge auch noch untereinander verteilt, so
erhält man das typische Zusammen und Auseinanderlaufen der
Blinklichter.
Ebenso
vorstellbar ist, dass ein Zug
über
einen Rückmeldekontakt die Blinklichter eines Bahnüberganges
aktiviert. Damit wird beim Einsatz meines Dekoders keine spezielle
Blinkelektronik
mehr benötigt.
Aufbauhinweise:
Die Abbildung zeigt das Platinenlayout des Dekoders (MOSFET Variante)
und beschreibt die Anschlußmöglichkeiten und
Bestückungsoptionen:
Die auf dem Bild eingezeichneten Dioden
auf der linken Seite werden standardmäßig nicht
bestückt. Sie dienen lediglich bei der Inbetriebnahme
Diagnosezwecken. So 'blitzt' die P-Bus LED lediglich einmal kurz beim
scannen der Peripheriemodule durch den PMC oder bei einigen
Konfigurationskommandos auf. Mit der roten Power-LED kann schnell
überprüft werden, ob überhaupt die Versorgungsspannung
am Dekoder anliegt.
Sonstiges
Alle
Verbraucher werden gegen
Massepotential
geschaltet. Auf der Dekoderplatine sind dafür 8 Klemmen
vorgesehen.
Für die Versorgung der zu schaltenden Verbraucher gibt es nun
mehrere
Möglichkeiten:
- Spannungsversorgung der Verbraucher:
- neben den 8 Klemmen, über die
die
Masseleitung
der Verbraucher angeschlossen werden, gibt es weitere 8 miteinander
verbundene
Klemmen. Hier kann eine geregelte Spannung abgegriffen werden, wenn der
Brückengleichrichter und der Festspannungsregler, sowie die dazu
gehörenden
Kondensatoren auf der Platine bestückt werden (Buchstabe A). Die
Höhe der
Spannung
richtet sich dann nach der Eingangsspannung bzw. dem verwendeten
Festspannungsregler.
Zwischen dem Massepotential und der Versorgungsspannung wird eine
Freilaufdiode
(Buchstabe B) (nötig beim Schalten von Spulen - Weichen, Relais)
direkt auf der
Dekoderplatine aufgelötet
- Lässt man die Kondensatoren
und
den Festspannungsregler
entfallen und setzt eine Brücke (Verbindung von Ein und Ausgang
des Festspannungsreglers) ein, so steht eine ungeregelte Gleichspannung
zum Schalten zur Verfügung. Eine solche Spannung ist z.B. zum
Schalten
von Magnetartikeln ausreichend.
- Möchte man Verbraucher
schalten,
die
durch unterschiedliche Spannungen versorgt werden, so ist auch dies
möglich.
Es wird dann pro Schaltausgang nur die Masseklemme verwendet (die
Klemme,
die über den FET gegen Masse geschaltet wird). Das
Versorgungspotential
des Verbrauchers kommt jetzt von einer externen Quelle. Hier muss jetzt
aber die Masse der externen Quelle mit der Masse der Dekoderplatine
verbunden
werden.
- Spannungsversorgung des uCs:
- Prinzipiell wird der uC über das Datenkabel mit Spannung
versorgt.
Diese liegt bei ca. 9V bis 12V DC und wird auf jeder der Platinen auf
5V
stabilisiert. Bei sehr vielen Peripheriemodulen oder sehr langen
Verbindungskabeln, kann der Spannungsabfall über die
Versorgungsleitung zu gross werden. In diesem Fall kann eine
DC-Spannung von 7V bis 12V auf jedem Peripheriemodul neu zugeführt
werden. In diesem Fall muss eine der kurzen Drahtbrücken an der
RJ45 entfernt (Buchstabe C) werden an der das Datenkabel vom vorherigen
Modul ankommt. Über die
andere Drahtbrücke an der 2ten RJ45 Buchse
wird dann die Versorgungsspannung 'frisch' weitergegeben. Siehe auch
den Hinweis zur Spannungsversorgung der Peripheriemodule an anderer Stelle.
Inbetriebnahme
Die Peripheriemodule werden über den PMC
an die MoBaSbS angeschlossen.
Wie bei allen anderen Peripheriemodule auch, ist die uC-Software per
Default so konfiguriert, daß das PM-Modul per Default auf Adresse
255 angesprochen wird. Um zu verhindern, daß ein Adresskonflikt
auftritt, wenn ein weiteres neues Peripheriemodul an den PMC
angeschlossen wird, muß die Adresse über das MoBaSbS-Konfigurationstool nach dem
Anschluss des PMs an den PMC umgesetzt werden. Adressen von 0 bis 254
können definiert werden.
Ebenso wie die PM-Adresse werden auch alle weiteren Parameter des PMs
über das Konfigurationstool gesetzt.
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