|
|
|
Übersicht:
Funktion:
Zur
Energieversorgung des "fahrenden
Materials" braucht es natürlich auch einer leistungsstarken
Versorgung, eines Boosters.
Ich habe den EDiTS-Booster nachgebaut. Dieser wurde im Rahmen des
EDiTS-Projektes,
welches von der Elektronikzeitschrift Elektor veröffentlicht
wurde,
entwickelt.
Hier ein
paar Eckdaten:
- bis zu 10A Ausgangsstrom
- Ausgangsspannung u.a. über Z-Dioden
einstellbar
- Ausgänge kurzschlussfest
- auswertbares Signal zur
Kurzschlusserkennung
- hohe Flankensteilheit auch unter Last
- Eingangssignal: +-12V symmetrisch
(RS232-Pegel)
Ich bedanke
mich beim Elektor-Verlag für
die freundliche Zustimmung zur Veröffentlichung des Schaltplans
und
der von mir dazu überarbeiteten Platine des EDiTS-Boosters aus
Elektor
Heft 7-8/1999 beziehungsweise dem Elektor-Buch "Digitale
Modelleisenbahn-Steuerung
mit EDiTS Pro" auf meiner Homepage.
Sowohl der
Schaltplan als auch das modifizierte
Platinenlayout im EAGLE-Format stehen mit freundlicher Genehmigung der
Elektor-Verlag GmbH, Aachen (www.elektor.de)
zum Download bereit: Bitte diesem
Link folgen.
Ich
möchte es nicht versäumen
sowohl den Link zum Elektor-Verlag
GmbH, Aachen
(http://www.elektor.de),
wie auch zum Buch
"Digitale Modelleisenbahn-Steuerung
mit EDiTS Pro"
(http://www.elektor.de/books/details/bdl61079.htm)
anzugeben.
Ausdrücklich
weise ich nochmals darauf
hin, dass es sich beim Schaltplan und dem Platinenlayout der
Ansteuerlogik und des Leistungsteils um das aus dem
EDiTS-Buch abgezeichnete und modifizierte Layout handelt und nicht um
das im Buch
veröffentlichte
Original. Die Schaltung wurde nicht von mir entwickelt und das
Copyright
der Schaltung liegt beim Elektor-Verlag GmbH, Aachen.
Die Weitergabe des von mir abgezeichneten
Platinenlayouts geschieht nur zu Zwecken des privaten Nachbaus. Eine
kommerzielle
Nutzung ist ausgeschlossen.
Eine detailierte Beschreibung der
Schaltung des Boosters, sowie Hinweise
zum Aufbau, Test und den verwendeten Bauelementen findet man im
Buch:
"Digitale
Modelleisenbahn-Steuerung mit EDiTS Pro" oder in den
Veröffentlichungen
der Zeitschrift Elektor. Gerne helfe ich aber bei Fragen ebenfalls
weiter.
Lediglich
die Ergänzungen der Schaltung (Geräteschutzschalter
LED-Anzeige und ~230V Anschlußeinheit) sind von mir entworfen und
gehören nicht zur ursprünglichen Veröffentlichung des
EDiTS-Boosters.
Bevor nun
der Aufbau im Detail vorgestellt wird, hier zuerst ein
paar Bilder vom Booster, eingebaut in die Hälfte eines 19''
Baugruppenträgers. Die Bilder können durch Anklicken
vergrößert werden.
Front- und Rückansicht des
Boosters

Innenansicht des Boosters

LED-Statusanzeige und Steuerteil (liks) und Leistungsteil (rechts)
Aufbauhinweise:
Um den Auf-
und Einbau des Boosters in einen 19'' Baugruppenträger zu
vereinfachen, wurde die Steuereinheit und der Leistungsteil des Boosters voneinander getrennt. Die
Steuereinheit paßt jetzt dank SMD Bauteilen auf eine 1/4
Europaplatine, die über einen Frontplattenhalter als
Einschubplatine an der Frontplatte befestigt werden kann. Es bot sich
an, auch die Komponenten für die ~230V Einspeisung
(Netzschalter, Einschaltstrombegrenzer (ESB), Anschlüße
für die
primär Wicklung(en) des Trafos) zusammenzufassen und in der
Nähe der Frontplatte anzuordnen. Deshalb wurde das zweite 1/4 der
Europlatine im Bereich unter der Steuereinheit als Träger dieser
Komponenten genutzt. Die nachfolgenden Abbildungen zeigen die beiden
Seiten dieser Platine.

Ansteuerteil und ~230V Anschluß des Boosters

Leider ist der ESB nicht mehr einfach zu
beziehen, so daß ich mich nach einer alternativen Lösung
umgesehen habe. Ein Anwender der MoBaSbS, der selbst den Booster in
Betrieb hat, hat als Ersatz für den ESB-Baustein die in der
nächsten Abbildung zu sehende Schaltung eingesetzt.

Ersatz für den ESB
Diese Schaltung
besteht lediglich aus einem Heißleiter und einem Relais. Die
Wirkungsweise ist die Folgende:
Wird der Booster eingeschaltet, so kann über den im kalten Zustand
hoch-ohmigen Heißleiter (NTC: Negativer Temperatur Koeffizient)
nur ein geringer Strom fließen. Die Spannung fällt also noch
über dem NTC ab. Durch den Strom, der durch den NTC fließt,
wird dieser erwärmt und der Widerstand des NTCs nimmt immer weiter
ab. Nun fällt die Spannung also nicht mehr über dem NTC ab,
sondern über dem Relais, bzw. dem nachgeschaltetem Trafo. Ist die
Spannung über dem Relais groß genung, so zieht das Relais an
und hält sich von nun an selbst. Gleichzeitig wird der NTC
kurzgeschlossen, so dass kein Strom mehr durch in fließt. Dadurch
kühlt er sich wieder ab, wird nicht weiter belastet und zeigt
direkt beim nächsten Einschalten das bereits zuvor beschriebene
Verhalten.
Um die bestehenden Platinen des Boosters weiter nutzen zu können,
können die beiden Bauteile auf einer Lochrasterplatine oder
eventuell direkt auf der vorhandenen Platine aufgebaut werden. Auf
ausreichende Isolation ist selbstverständlich in jedem Fall zu
achten.
Zu den weiteren Baugruppen:
Über die Sub-D-Buchse wird die
Verbindung zum USC hergestellt. Die
beiden 2pol Pfostenstecker werden nur während der Testphase
benutzt. Ansonsten bleiben sie so wie dargestellt offen.
Da die
Platine, die den Leistungsteil des Boosters umfasst, lediglich eine
geringe Zahl von Bauelementen aufweist (im wesentlichen die
beiden
22.000uF Elkos und die 4 Darlington-Leistungstransistoren, sowie einige
Flachstecker), lohnt sich eine Darstellung dieser Platine nicht. Wie
sie verdrahtet wird, wird aber weiter unten noch erläutert. Beim
Aufbau des Leistungsteils ist darauf zu achten, daß die
Darlingtons isoliert auf dem Kühlkörper befestigt werden.
Dabei sollten die Beinchen der Darlingtons leicht gekröpft werden,
so dass zwischen Kühlkörper und Platine ein Abstand von 2 bis
4 mm verbleibt. Der Kühlkörper trägt im
übrigen auch den Brückengleichrichter. Dessen Gehäuse
hat keine elektrischen Verbindungen und kann direkt auf dem
Kühlkörper befestigt werden.
Da aufgrund
des hohen Ausgangsstroms des Boosters eine Aufteilung des einen
Ausgangs auf mehrere separate Ausgänge, die über
Geräteschutzschalter abgesichert sind, sinnvoll ist, habe
ich eine kleine Platine entworfen, die den Zustand der
Geräteschutzschalter über Duo-LEDs anzeigt. So wie hier
vorgestellt, wird der Ausgangsstrom auf 5 separate Ausgänge
verteilt, so daß auch 5 Anzeigeeinheiten auf der Platine
vorhanden sind. Über diese Platine werden auch die
Geräteschutzschalter angeschlossen. Hier wieder Voder- und
Rückseite dieser Platine.

LED-Anzeigeteil des Boosters

Beim Bestücken der Duo-LEDs ist darauf zu
achten, daß die Zuordnung des Bestückungsaufdrucks
vertauscht zu sein
scheint. Der Grund hierfür liegt darin, daß im Schaltplan
und somit
auch in der Platinendatei zwei einzel-LEDs verwendet werden, deren
Bezeichnung immer rechts vom Bauteil dargestellt werden. Da die beiden
einzel-LEDs um 180° gegeneinander eingesetzt werden und dicht
zusammen
liegen, ist die Zuordnung nicht mehr sofort zu erkennen. Im Zweifel
sollte bitte der Schaltplan mit der Platine verglichen werden. Ansonsten sollte der Aufbau der Platinen Dank
der
gezeigten Bilder keine Fragen offen lassen. Lediglich die Verdrahtung
selbst könnte noch zu Fragen führen. Daher wird diese im
nächsten Kapitel behandelt.
Sonstiges
Die oben
aufgebauten Platinen werden entsprechend den Abbildungen im
Gehäuse eingebaut. Ich weise - auch wenn dies schon im
oben genannten Elektor-Artikel (den ich jedem rate, ihn sich
genauestens
durchzulesen) gemacht worden ist - noch einmal ausdrücklich
darauf hin, daß mit einer Spannung von ~230V auf der
Primärseite des Trafos gearbeitet wird. Der Verdrahtung und
Isolation aller Schaltungsteile, die mit dieser lebensgefährlichen
Spannung in Berührung stehen, gilt höchste Sorgfalt.
Dazu ein
paar Hinweise:
- Für den ~230V Anschluß bietet sich ein
Kaltegeräteanschluß mit integriertem Sicherungshalter an,
den man in eine Aluplatte (so wie oben zu sehen) mecahnisch stabil
einbaut. Die vom Computer bekannten Netzleitungen sind recht solide
ausgeführt. Außerdem reißt man bei einem
Hängenbleiben am Kabel lediglich den Stecker aus der Dose.
- Im Inneren des Gehäuses sind die Netzspannung führenden
Leitungen mit Kabelbindern aneinander zu befestigen. So verhindert man,
daß eine Leitung, die sich warum auch immer gelöst hat, sich
im Gehäuse lose bewegen kann.
- Der Schutzleiter ist am Gehäuse zu befestigen.
- Weiter rate ich dringend dazu, einen
Berührschutz des ~230V Teils (untere Hälfte der
Ansteuerplatine) zu montieren. Auf der Platine sind dafür extra 3
Bohrungen vorgesehen, an denen man eine Kunststoffplatte über
Abstandshülsen montieren kann.
Darüberhinaus habe ich auf eine
weitreichende
Absicherung des Boosters geachtet. Konkret heißt das, daß
neben der im Trafo eingebauten Temperatursicherung und der
elektronischen Kurzschluß- bzw. Überlasterkennung des
Boosters selbst, weitere Schmelzsicherungen und
Geräteschutzschalter an folgenden Stellen eingesetzt wurden:
- Primärseite: Schmelzsicherung 1.6A T (Angaben dem
eingestzten 300VA Trafo, 2x18V entnommen)
- Sekundärseite: Schmelzsicherung 2 x 10A T (Angaben dem
eingestzten 300VA Trafo, 2x18V entnommen)
- 10A Geräteschutzschalter in der Ausgangsleitung des
Boosters, den Einzelabsicherungen der separierten Ausgänge
vorgeschaltet
- 5 x 2.5A Geräteschutzschalter in den separaten
Ausgangsleitungen des Boosters
Hat man
nun alle Einheiten in das Gehäuse eingebaut, gilt es, diese zu
verdrahten. Die nachstehende Zeichnung, die durch Anklicken
vergrößert dargestellt werden kannm zeigt die Verschaltung
der Einzelkomponenten (Netzanschluß, Netzschalter, Trafo,
Leistungsteil, Steuer- und Anzeigeeinheit, Sicherungen). Eventuell kann
es Abweichungen beim Anschluß des Trafos geben, da dieser u.U.
mit einer oder zwei Primärwicklungen hergestellt wird. Auch auf
der Sekundärseite können eventuell anstelle der erwarteten 2
Wicklungen, 4 Wicklungen vorhanden sein. In diesem Fall werden je zwei
Sekundärwicklungen parallel geschaltet. Um diese unterschiedlichen
Bauarten der Trafos weitmöglichst abzudecken, sind eventuell mehr
Flachstecker vorhanden, als man bei 'seinem' Trafotyp benötigt.
Inbetriebnahme
Wieder verweise ich
zuerst auf den Elektorartikel in dr Zeitschrift 8-9/1999 bzw. das Buch
zu EDiTS. Hier finden sich wertvolle Hinweise zur Schaltungsfunktion
und zur Inbetriebnahme. Eine weitere sehr gute Informationsquelle habe
ich auf einer niederländischen
Homepage gefunden. Ich selbst gehe bei der Inbetriebnahme wie folgt
vor:
- Alle Komponenten sind unverdrahtet
im Gehäuse eingebaut. Die Wicklungsenden des Trafos sind mit
isolierten Falchsteckhülsen versehen.
- Als erstes wird nun die Verkabelung zwischen dem
Kaltgerätestecker und der ~230V Platine vorgenommen und der
Netzschalter verdrahtet. Die Primärseite des Trafos wird an der
~230V Platine angeschlossen. Nun wird am Ausgang des Trafos die
Spannung kontrolliert. Werden dort die 18V gemessen, geht es weiter.
- Spannung abschalten und die Sekundärseite des Trafos mit den
Flachsteckern auf der Leistungsteilplatine verbinden. Nun wird wieder
die Spannung kontrolliert, um die richtige Polung der Wicklungen zu
überpruefen Zwischen den 'äußersten Enden' der
Wicklungen muß die doppelte Trafospannung (ca. 38V/AC)
gemessen werden.
- Nun wird der Brückengleichrichter angeschlossen und wieder
gemessen. Nun müßen an den entsprechenden Stellen auf der
Platine +23 .. 30V/DC bzw. -23 .. 30V/DC gemessen werden.
ACHTUNG: Wird die Spannung
abgeschaltet, so bleiben die 22.000uF Elkos aufgeladen! Vor den
weiteren Arbeiten sind diese über einen niederohmigen, aber
leistungsstarken Widerstand (z.B. 100Ohm, 5W) zu entladen.
- Jetzt werden alle restlichen Komponenten verschaltet. Um den
abschließenden Test durchzuführen, werden auf die beiden
2poligen Stiftleisten, die sich auf der Steuerplatine befinden, Jumper
gesteckt. Damit liegen ca. +18V an Pin 3 und ca. -18V an Pin 1 der
Sub-D-Buchse. verbindet man nun Pin 3 (+18V) mit Pin 4
(Dateneingangssignal) des Boosters, muß am Ausgang des Boosters
die volle positive Ausgangsspannung von ca. 19V zu messen sein.
Verbindet man nun Pin 1 (-18V) mit Pin 4 (Dateneingangssignal)
des Boosters, muß am Ausgang des
Boosters die volle negative Ausgangsspannung von ca. -19V zu messen
sein.
Aus Interesse habe ich die Schaltung analog simuliert. Von der Firma ' Linear
Technology,
Inc.' gibt es eine hervorragende Software, die
einen (SPICE basierten) analog Simulator mit einem
Schaltungseingabetool (Schematic Capture) und einem
Signalanalysewerkzeug (Waveform Viewer) vereint. Nach ein wenig Suchen
im Internet nach den entsprechenden SPICE Modellen der eingesetzten
Komponenten (sofern nicht schon in den mitgelieferten Libraries
vorhanden) und der Eingabe der Schaltung, konnte der Booster simuliert
werden. Einige interessante Kenndaten sind in den nachfolgenden Bildern
gezeigt.
Legende:
- V(data): Dateneingangssignal - stimuliertes Eingangssignal -6V,
+6V, -6V, 0V
- V(r): Spannung am Boosterausgang
- V(short): Kurzschlußsignal
- I(R_load): Ausgangsstrom des Boosters unter Last (5Ohm, 2Ohm,
1.65Ohm und 0,5Ohm)
Simulation bei 5Ohm Last am
Boosterausgang. Die volle Ausgangsamplitude der Spannung liegt am
Ausgang an. Es fließt ein Strom von ca. 3.5A.

Simulation bei 2Ohm Last am Boosterausgang. Lediglich der Strom steigt
nun auf über 8A.

Simulation bei 1.65Ohm Last am Boosterausgang. Nun bricht die Spannung
langsam ein. Der Ausgangsstrom ist maximal. Das Kurzschlußsignal
bewegt sich tendenziell auf die +5V zu.
Simulation bei 0.5Ohm Last am
Boosterausgang. Die Ausgangsspannung ist bei maximalem Ausgangsstrom
zusammengebrochen. Das Kurzschlußsignal zeigt nun dauerhaft die
Überlast an.
Das Platinenlayout, sowie
Frontplatten-Bohr- und Sägevorlagen liegen (in den nächsetn
Tagen) als Download vor. Bitte
diesem
Link folgen.
Diese Seite unterliegt den Nutzungsbedingungen und der Datenschutzerklärung (siehe weiterführende Links im Impressum) dieser Internetpräsenz
|